
Kunst hat für mich viel mit Sprache zu tun. Viele meiner Arbeiten, sei es Malerei oder auch Film, entstehen aus dem Versuch heraus, familiäre Erinnerungen und Erzählungen in eine eigene visuelle Form zu übersetzen. Sprache war dabei immer ein zentrales, aber auch widersprüchliches Element. Ein Mittel der Verständigung und zugleich ein Ort von Missverständnissen, Übersetzungen und offenen Fragen. Im Grunde suche ich nach einer eigenen Übersetzung der Sprache und Herkunftsgeschichte meiner Familie in meinem gegenwärtigen Kontext. Persönliche Erlebnisse, oft aus meiner Kindheit, bilden dabei den Ausgangspunkt meiner Arbeiten. Es entstehen collageartige Bildräume, die sich aus Fragmenten von Erinnerung zusammensetzen und nicht unbedingt einer realen Logik folgen. Familienporträts tauchen in diesen Räumen immer wieder auf. Figuren sitzen nebeneinander, begegnen sich oder scheinen in stillen Dialog zu treten. Gleichzeitig werden diese Szenen durch Verschiebungen, Überlagerungen oder absurde Elemente gebrochen. In Figuren, Puppen oder popkulturellen Charakteren suche ich dabei nach visuellen Repräsentationen und frage mich, wie viel meiner eigenen Erzählung und Narration sie tragen können.



