DOROTHEAS RAUM

 


In DOROTHEAS RAUM ist zu jeder Ausstellung ein anderes Bild der Stifterin Dorothea Konwiarz (1932–1999) zu sehen. Es sind die ausstellenden Stipendiatinnen, die dieses auswählen. Im Laufe der Zeit werden die Besucher der Stiftung damit auf wechselvolle Weise durch das Oeuvre von Dorothea Konwiarz geführt. Alle Bilder versammeln sich nach und nach in der digitalen Galerie von DOROTHEAS RAUM.


Mai 2024: DOROTHEA KONWIARZ o. T. | 1962/63 | Tuschaquarell | 47 x 54 cm

„Sie ging für ein Jahr nach Amerika, stellte in prominenten Galerien in New York und Chicago recht erfolg- reich ihre ersten Bilder aus und entwickelte für sich ein sehr eigenes, inhaltsbezogenes Konzept vielschich- tiger, ineinanderfließender Abstraktionen. Eine Reihe bemerkenswerter Aquarelle aus jener Zeit sind noch erhalten, etwa: „Opferstätte“, „Fahrbare Gegend“, „Purgatorium“, „Overkill“ …“ Ottokar Fritze

Februar 2024: DOROTHEA KONWIARZ o. T. (Studie Frau mit Kopftuch) | späte 1940er Jahre | Bleistiftzeichnung| 34 x 30 cm
November 2023: DOROTHEA KONWIARZ o. T. (Studie Faltungen) | späte 1940er Jahre, Bleistiftzeichnung | 40 x 60 cm
September 2023: DOROTHEA KONWIARZ aus der Serie „Highjacking“ | 1977 | Aquarellfarbe auf Papier | 91 x 59 cm

„Dorothea Konwiarz, eine Künstlerin von bemerkenswerter Gestaltungskraft, niemals auf der Flucht aus der Realität ins Abstrakt- Dekorative: Die weltweit Aufsehen erregende Flugzeugentführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“, deren Opfer sie wurde, fand
in ihrer späten Schaffensperiode den Niederschlag in einem Bilderzyklus ‚Highjacking‘ von albtraumhafter Intensität.“ Ottokar Fritze

Juni 2023: DOROTHEA KONWIARZ Eine alte Frau („Trümmerfrau“) | 1951 | Kohlezeichnung auf Packpapier

„Mit dem Pinsel wollte Dorothea die Dürftigkeit und das Elend erfassen, holte sich ihre Modelle von nebenan, aus der Straßenbahn, von Schwarzmarktplätzen, an den Fürsorgeschaltern. Sie malte die dumpfe Verzweiflung der Überlebenden des großen Mordens. Fühlte sich den Gedemütigten verbunden, den Kriegswitwen ohne Hoffnung, Trümmerfrauen ohne Lächeln – sie war keine widerborstige Emanze. Dorothea war Malerin. Menschenmalerin.“ Ottokar Fritze

 

Mai 2023: DOROTHEA KONWIARZ Der Große Preis | Dez. 1974 | Architekturzeichnung | 61 x 87 cm

„Ab Ende der sechziger Jahre wurde Dorothea Konwiarz von den beiden großen Sendern (es gab noch keine “Freien”) immer häufiger als Bühnenbildnerin und Bühnenarchitektin herangezogen. An die heute üblichen virtuellen Hintergrunddekorationen war noch nicht zu denken, alles musste detailgenau gezeichnet und ausgeführt werden. Vermutlich mehr als hundert Szenenbilder entwarf und betreute sie für oft nur minutenlange Fernseheeinspielungen, von denen jedes einzelne als Bühnenbild eines abendfüllenden Bühnenstücks hätte dienen können.“ Ottokar Fritze


März 2023: DOROTHEA KONWIARZ Junge Frau mit Wasserpfeife | ca. 1953–55 | Kohlezeichnung auf Packpapier | 90 x 60 cm

„Auch in den Folgejahren blieb Dorothea Konwiarz bei der ‚Menschenmalerei‘. Sie malte nun vorwiegend jüngere Frauen und war erkennbar von Hofer und Gauguin beeinflusst. Mit dreiundzwanzig verließ sie die Hochschule.“ Ottokar Fritze

Februar 2023: Szenenbilder für das Fernsehen von DOROTHEA KONWIARZ | Collage von Ottokar Fritze
Januar 2023: DOROTHEA KONWIARZ Highjacking Serie | ca. 1977/89 | Tuschaquarell | 75 x 100 cm
November 2022: DOROTHEA KONWIARZ o. T. (Junge Frau) | ca. 1953–55 | Öl auf Leinwand | 64 x 45 cm
Oktober 2022: DOROTHEA KONWIARZ o. T. (Frau mit Drink) | ca. 1953–55 | Öl auf Leinwand | 64 x 45 cm
September 2022: DOROTHEA KONWIARZ aus der Serie Highjacking | 1978 | Tuschaquarell | 85 x 65 cm