Josephine Rothäuser (*2001 in Berlin) lebt und arbeitet in Berlin. Im Februar 2026 hat sie ihr Studium in der Bildenden Kunst als Meisterschülerin von Valérie Favre abgeschlossen. Im Mai 2026 war sie für den UdK Berlin Art Award nominiert. Sie nahm am Residency- und Ausstellungsprojekt im Centre Dürrenmatt in Neuchâtel teil und stellte in verschiedenen Gruppenausstellungen, u.a. im Kunstraum Potsdamer Straße, in der Galerie Burster und verschiedenen kuratierten Ausstellungen im UdK Halbhaus aus.
Meine künstlerische Praxis untersucht anthropomorphe, psychosomatische Zustände als Bildkörper und materielles Ereignis. Mich interessiert, inwiefern sich Körperlichkeit aus dem Bildträger selbst konstituiert. Der Körper fungiert nicht als Darstellung, sondern konstituiert sich aus reaktiven Prozessen des Arbeitens. Formale Aspekte der Malerei fragmentieren, verschieben sich und destabilisieren ihre Grenzen.
Der Bildträger wird nicht als neutraler Grund behandelt, sondern ist Widerstand und struktureller Bestandteil der Arbeit. Durch destruktive Eingriffe entstehen Fragmente, die vernäht, gespannt und rekonstruiert werden. Kollision und Wiederherstellung prägen eine fortlaufende Suche nach Genugtuung. Die Überarbeitung der Malerei als materielles Ereignis und der versiegelnde Umgang mit Farbe führen zu einer Anspannung des Materials, in der sich Spuren und Kollisionen manifestieren. Die Leinwand tritt in den Raum und bildet eine hybride Schnittstelle zwischen Bild- und Realraum.
Seongwon Park (*1990) lebt und arbeitet in Berlin. Sie hat 2024 ihren Abschluss an der Universität der Künste in Berlin gemacht, wo sie bei Prof. ins Weber studiert hat. Wichtige Ausstellungsorte: Haubrok Foundation (geplant für September 2026), FWR Galerie (2025/2026), Paper Positions (2026), Wehrmühle Museum in Biesenthal (2025).
Meine Arbeit konzentriert sich auf die Leerstellen, das „Abwesende“ und das Unvollkommene im urbanen Raum. Die Untersuchung, die mit persönlichen Erinnerungen begann, hat sich mittlerweile auf das gesamte Stadtbild Berlins ausgeweitet; die Stadt zu lesen bedeutet, mich selbst zu lesen. Die zu Beginn meines Studiums in Deutschland begonnene Malerei-Serie, die als visuelles Archiv zur Aufzeichnung von Erinnerungsfragmenten dient, hat ihren Ursprung in einem kleinen Unterschlupf, den ich als Kind aus Möbeln baute. Dies ist ein spielerischer Raum der Selbstfindung und zugleich der Kern meiner heutigen Arbeit. Seitdem richte ich meine Aufmerksamkeit auf die flüchtigen Orte, die zwischen den massiven Strukturen Berlins verschwinden. Als beobachtende Außenseiterin mache ich die Dinge, die im Offensichtlichen verborgen sind, durch Zeichnung, Malerei und Skulptur sichtbar.
Elena Mir Fakhraei (*2002 in Berlin) lebt und arbeitet in Berlin. Seit 2020 studiert sie Freie Kunst/Malerei an der Kunsthochschule Weißensee in der Klasse von Nader Ahriman. In ihrer künstlerischen Praxis setzt sie sich mit Malerei sowie Film und Video auseinander. Ihre Arbeiten wurden u.a. im Künstlerhaus Bethanien sowie im Kleist-Museum und im Expoost in Horn (Niederlande) ausgestellt.
Kunst hat für mich viel mit Sprache zu tun. Viele meiner Arbeiten, sei es Malerei oder auch Film, entstehen aus dem Versuch heraus, familiäre Erinnerungen und Erzählungen in eine eigene visuelle Form zu übersetzen. Sprache war dabei immer ein zentrales, aber auch widersprüchliches Element. Ein Mittel der Verständigung und zugleich ein Ort von Missverständnissen, Übersetzungen und offenen Fragen. Im Grunde suche ich nach einer eigenen Übersetzung der Sprache und Herkunftsgeschichte meiner Familie in meinem gegenwärtigen Kontext. Persönliche Erlebnisse, oft aus meiner Kindheit, bilden dabei den Ausgangspunkt meiner Arbeiten. Es entstehen collageartige Bildräume, die sich aus Fragmenten von Erinnerung zusammensetzen und nicht unbedingt einer realen Logik folgen. Familienporträts tauchen in diesen Räumen immer wieder auf. Figuren sitzen nebeneinander, begegnen sich oder scheinen in stillen Dialog zu treten. Gleichzeitig werden diese Szenen durch Verschiebungen, Überlagerungen oder absurde Elemente gebrochen. In Figuren, Puppen oder popkulturellen Charakteren suche ich dabei nach visuellen Repräsentationen und frage mich, wie viel meiner eigenen Erzählung und Narration sie tragen können.
GELI DERZAPF (*1998 im Allgäu) lebt und arbeitet in Berlin. Von 2019 bis 2025 studierte sie in der Fachklasse für Malerei von Prof. Valerie Favre an der Universität der Künste Berlin. Zudem studierte sie zunächst Katholische Theologie, später Philosophie an der Freien Universität Berlin. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im CDN Museum (Schweiz), der Foundation WhiteSpaceBlackBox (Schweiz) sowie in der Galerie Nothelfer in Berlin gezeigt. 2025 illustrierte sie einen Artikel für das Missy Magazine.
Ich arbeite mit Ölkreide und Buntstiften auf Papier. In meinen Arbeiten treffen kindliche und religiöse Ikonografie auf Körper, Blumen und hybride Figuren zwischen Verletzlichkeit, Abwehr und Metamorphose. Mich interessiert die Reibung zwischen Zartheit und Härte, Naivität und Kontrolle, Spiritualität und digitaler Gegenwart.
Meine Arbeiten entstehen meist nachts, am Boden und in hoher Konzentration. In einer simulierten und überreizten Welt verstehe ich die Arbeit auf Papier als Form der Isolation und Verdichtung. Meine Bilder wirken freundlich, sind aber nie harmlos.
Johanna Ballweg (*1995 in Wertheim) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studiert Bildende Kunst an der Universität der Künste in der Klasse von Manfred Pernice. Ihre Arbeiten waren zuletzt in der Ausstellung „hey-hey, my-my“ im MyPlace Selfstorage Berlin Mitte zu sehen. 2025 erhielt sie den Sonderpreis der Hans- und Charlotte Krull-Stiftung im Rahmen des Schinkel-Wettbewerbs, 2026 eine Studienförderung der Akademie der Künste.
Ich arbeite mit Spuren in Bildern, Objekten und Räumen als Einschreibungen von Zeit. Mich interessiert der Zustand des Fragmentarischen: der Moment, in dem Vergangenheit und Gegenwart ineinander übergehen, ohne sich zu schließen oder aufzulösen. Fundstücke wie Zeitungen, Objekte oder Fotografien sind für mich weniger Dokumente als Relikte, die ich in Schichtungen, Überlagerungen und gezielten Auslassungen setze. Durch Lücken, Verschiebungen und „Spotlights“ entstehen Konstellationen, die nicht festlegen, sondern verschieben. Mich interessiert, wie Sichtbarkeit organisiert wird, welche Blickrichtungen entstehen und welche entzogen bleiben.
Mathilda Augart (*1993 in Dresden) lebt und arbeitet in Berlin. Nach einem Grundstudium für Tanz an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden studierte sie Freie Kunst/Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee, wo sie 2023 ihr Diplom absolvierte und 2025 Meisterschülerin von Albrecht Schäfer war.
In ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie mit Malerei, Installation, Video und Skulptur. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf figurativer Malerei, die persönliche Erfahrungen, psychologische Zustände und urbane Beobachtungen verarbeitet. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in Berlin, Hoorn (NL) sowie im Rahmen einer Residency im Edvard Munch Haus in Warnemünde gezeigt.
Seit 2024 ist sie Direktorin der Ausstellungsflächen von Culterim | Spaces in Berlin.
Malerei ist für mich ein unmittelbares Medium, um persönliche Erfahrungen, emotionale Zustände und Beobachtungen meiner Umgebung in Bilder zu übersetzen. Viele Arbeiten entstehen intuitiv und erst im Nachhinein wird sichtbar, welche Themen oder Situationen sich darin eingeschrieben haben. Ausgangspunkt sind häufig Beziehungen, Erinnerungen oder Orte aus meinem direkten Umfeld.
In meiner Malerei verbinden sich reale Situationen mit psychologischen oder traumartigen Momenten. Mich interessiert, wie sich innere Zustände in konkrete Bildsituationen übertragen lassen. Im Gegensatz zur Bildhauerei erlaubt mir die Malerei eine direkte Umsetzung von inneren Bildern ohne großen technischen Umweg. Genau diese Unmittelbarkeit macht sie für mich essenziell.
„Man kann nach Hause zurückkehren, solange man versteht, dass Zuhause ein Ort ist, an dem man noch nie gewesen ist.“ – Ursula K. Le Guin
Wir tragen die Räume in uns, in denen wir gelebt haben. Etwas bleibt in Räumen zurück, nachdem der Körper sie verlassen hat. Etwas bleibt im Körper zurück, nachdem der Raum verschwunden ist. Der Körper nimmt diese Dinge in sich auf, verschmilzt mit ihnen und bewegt sich in ihnen zwischen Anwesenheit und Abwesenheit.
still, not still versammelt zwei künstlerische Positionen, die danach fragen, was es bedeutet, in Räumen zu existieren, die niemals einfach gegeben sind, sich durch Umgebungen zu bewegen, die vertraut wirken und dennoch in einem wesentlichen Sinne fremd bleiben. Die Werke oszillieren zwischen dem Zweidimensionalen und dem Räumlichen, zwischen der Oberfläche, die eine Welt trägt, und der Struktur, die sie hervorbringt.
Sophia Ashraf arbeitet aus der Beobachtung heraus und bewegt sich zwischen Innen und Außen, zwischen Oberflächen, Kanten und dem Licht alltäglicher Umgebungen. Ihre Kompositionen sind bewusst reduziert, nicht um zu vereinfachen, sondern um das Konstruierte lesbar zu machen. Vertraute Räume gewinnen eine subtile Fremdheit. Die Atmosphäre schwebt zwischen Intimität und Künstlichkeit, zwischen dem Wiedererkannten und dem leicht Befremdlichen.
Eight Fang arbeitet von innen heraus, aus den Systemen, die Raum organisieren. Die Arbeit löst die Unterscheidung zwischen Körper und Objekt, zwischen Organismus und Struktur nicht auf. Sie hält beides in einer produktiven Nähe, jedes durch die Gegenwart des anderen verändert. Aus einer diasporischen Erfahrung heraus bewohnt die Arbeit eine fremde Einsamkeit, den Zustand eines Körpers, der nie vollständig angekommen ist.
Jede Position findet ihren eigenen Zugang. Sophia Ashraf arbeitet vorwiegend mit Malerei und erkundet ihre Umgebung und räumliche Wahrnehmung durch reduzierte Kompositionen aus Farbe, Fläche und Licht. Eight Fang arbeitet mit Installation und Malerei und folgt einem modularen System als materielle Sprache und kritischem Rahmen, in dem die tragende Struktur selbst Teil der Arbeit wird und das System, das die Arbeit hält, zugleich ihr Gegenstand ist. In beiden Positionen ist Raum weder stabil noch neutral. Er wird konstruiert, wahrgenommen und verinnerlicht, als gebauter Raum, als sozialer Raum, als digitaler Raum. still, not still beschreibt diesen Schwebezustand: weder vollständig still noch in Bewegung, sondern den Moment dazwischen, in dem die Dinge fortbestehen. Wo Langsamkeit die einzige Form von Intimität wird und das Vertraute immer gerade noch außer Reichweite bleibt.
Ashraf | Fang
Ausstellungsansicht SOPHIA ASHRAF
Ausstellungsansicht SOPHIA ASHRAF | EIGHT FANG
Ausstellungsansicht EIGHT FANG
Ausstellungsansicht EIGHT FANG | SOPHIA ASHRAF
Ausstellungsansicht SOPHIA ASHRAF
Ausstellungsansicht SOPHIA ASHRAF
Ausstellungsansicht SOPHIA ASHRAF | EIGHT FANG
Ausstellungsansicht SOPHIA ASHRAF
Ausstellungsansicht SOPHIA ASHRAF | EIGHT FANG
Ausstellungsansicht EIGHT FANG
Ausstellungsansicht SOPHIA ASHRAF | EIGHT FANG
Ausstellungsansicht EIGHT FANG
SOPHIA ASHRAF
noch da | 2026 | Öl und Acryl auf Leinwand | 160 cm x 120 cm
EIGHT FANG Ash | 2026 | Öl auf Leinwand, Aluminium | 200 x 100 x 40 cm
EIGHT FANG River | 2026 | Öl auf Leinwand, Aluminium | 200 x 100 x 40 cm
EIGHT FANG Sage | 2025 | Öl auf Leinwand, Aluminium | 200 x 100 x 40 cm
SOPHIA ASHRAF Haus mit Baum | 2026 | Öl und Acryl auf Leinwand | 90 cm x 70 cm
SOPHIA ASHRAF Blaue Luft (blauwe lucht) | 2026 | Öl auf Leinwand | 50 cm x 40 cm
SOPHIA ASHRAF Stapel | 2025 | Papier und Gips | 42 x 50 x 50 cm
SOPHIA ASHRAF Fliesenwand (repariert) | 2026 | Öl auf Leinwand | 35 cm x 25 cm
EIGHT FANG waiting room | 2026 | gefundene Kunststoff-, Holz-, Glas- und Stahlobjekte, Öl auf Leinwand, 3D- Druck, Motor | 90 x 85 x 70 cm
EIGHT FANG waiting room | 2026 | gefundene Kunststoff-, Holz-, Glas- und Stahlobjekte, Öl auf Leinwand, 3D- Druck, Motor | 90 x 85 x 70 cm
SOPHIA ASHRAF
Wo der Garten endet I | 2025 | Öl auf Leinwand | 30 cm x 38,5 cm
SOPHIA ASHRAF
Rasender Stillstand | 2026 | Öl auf Leinwand | 81 cm x 100 cm
EIGHT FANG fortune cookie II | 2026 | gefundene Kunststoff-, Glas-, Holz- und Stahlobjekte, Latex, Bauschaum, 3D- Druck, Motor | 155 x 50 x 50 cm
SOPHIA ASHRAF ungesehen | 2025 Öl und Acryl auf Leinwand | 100 cm x 65 cm
EIGHT FANG Nearness study | 2026 | Öl auf Leinwand, Aluminium | 200 x 100 x 40 cm
„You can go home again, so long as you understand that home is a place where you have never been.“ U. K. Le Guin
We carry the spaces we have lived in. Something persists in spaces after the body has left. Something persists in the body after the space is gone. The body absorbs these things, merges with them, shifts between presence and absence within them. still, not still brings together two practices that ask what it means to exist inside spaces that are never simply given, to move through environments that feel familiar yet remain, in some essential way, foreign. The works oscillate between the two-dimensional and the spatial, between the surface that holds a world and the structure that produces it.
Sophia Ashraf works from observation, moving between interior and exterior, between the surfaces, edges, and light of everyday environments. Her compositions are deliberately reduced, not to simplify, but to make the constructed legible. Familiar spaces acquire a subtle wrongness. The atmosphere hovers between intimacy and artificiality, between the recognized and the slightly estranged.
Eight Fang works from within the systems that organize space. The work does not resolve the distinction between body and object, organism and structure. It holds them in proximity, each altered by the nearness of the other. Drawn from a diasporic experience, the work inhabits a foreign solitude, the condition of a body that has never fully arrived.
Each practice finds its own entry point. Sophia Ashraf works primarily through painting, exploring her surroundings and spatial perception through reduced compositions of color, surface, and light. Eight Fang works with installation and painting, following a modular system as both material language and critical framework, in which the underlying structure becomes part of the work itself, and the system that holds the work is also what the work is about. Across both practices, space is neither stable nor neutral. It is constructed, sensed, and internalized, whether as built space, social environment, or digital space. still, not still describes that suspended state. Neither fully still nor in motion, but the moment between the two where things persist. Where slowness becomes the only form of intimacy, and the familiar always remains just out of reach.
Die Dorothea-Konwiarz-Stiftung lädt herzlich zu P.S. ein – einer PopUp-Ausstellung zum Gallery Weekend Berlin. Die Ausstellung versammelt neue Werke der Stipendiatinnen 2025/26 und gibt so einen aktuellen Eindruck von dem Schaffen der Künstlerinnen während ihres Stipendiums.
Sie können die Künstlerinnen auch im Laufe der Ausstellung treffen:
LUANA CLOȘCĂ Garden Sequence (Caput Mortuum Violet) | 2025 | Öl auf Polyester | 80 x 120 cm
DELPHINE WIGGER The End | 2026 | Acryl auf Leinwand | 120 x 150 cm
SOPHIA ASHRAF vor mir | 2026 Tusche, Wachs und Öl auf Leinwand | 21 cm x 18 cm
SOPHIA ASHRAF Fenster | 2026 | Wachs auf Holz | 11,3 cm x 10,3 cm
DOROTHEA KONWIARZ Kammerton A | 1963 | Tusche und Acryl auf Papier | 74 x 53,5 cm
EIGHT FANG i | 2026 | gefundene Glas- und Stahlobjekte, gefundene Silikontastatur, gefundene florale Elemente, Textil, Latex, 3D-Druck, Holz, Motor | 100 x 125 x 25 cm
LUANA CLOȘCĂ Spinario (Veil) | 2026 | Öl auf Leinwand | 30 x 40 cm
SOPHIA ASHRAF Fahren / Fallen | 2025 | Öl und Acryl auf Leinwand | 50 cm x 43 cm
EIGHT FANG fortune cookie | 2026 | gefundene Stahlobjekte, Latex, 3D-Druck, Montageschaum, Holz, Motor | 51 x 74 x 33 cm (VS)
EIGHT FANG fortune cookie | 2026 | gefundene Stahlobjekte, Latex, 3D-Druck, Montageschaum, Holz, Motor | 51 x 74 x 33 cm (RS)
SOPHIA ASHRAF Wo der Garten endet II | 2025 | Öl und Acryl auf Leinwand | 47 cm x 60 cm
LUANA CLOȘCĂ Garden Sequence (Dawn) | 2025 | Öl auf Leinwand | 30 x 40 cm
DELPHINE WIGGER Everything is interesting | 2026 | Acryl auf Leinwand | 110 x 80 cm
Der „Pas de Deux“ bezeichnet im klassischen Ballett ein Duett, das meist den zentralen Moment des Stücks bildet. Die Ausstellung überträgt die Bezeichnung auf das Zusammenspiel zweier Positionen, die sich entlang der Figurationen in den Räumen der Galerie entfalten. Es entsteht eine eigene Dynamik, getragen von voneinander abweichenden und zugleich synchronen Bewegungen im Bildraum. Das Verhältnis der beiden Positionen bleibt bewusst offen. Nähe entsteht durch Gleichzeitigkeit, nicht durch Übereinstimmung; Differenzen werden nicht nivelliert, sondern ausgestellt. Beziehung erscheint hier weniger als Harmonie denn als Spannungszustand zwischen eigenständigen Setzungen. „Pas de Deux“ bezeichnet damit keine choreografierte Einheit, sondern zwei sich separat entfaltende Malweisen im selben Raum. Das Verbindende liegt im Nebeneinander und Gegenüber, im Dazwischen und in der Möglichkeit, Zusammenhänge wahrzunehmen, ohne sie festzuschreiben.
Die Malerei von Viola Del Monte bewegt sich zwischen Nähe und Distanz, zwischen Sehen und Gesehenwerden, und untersucht die Ambivalenz menschlicher Zustände in unterschiedlichen Zonen der Wahrnehmung. Ausgehend von der industriellen Glätte von Luxusobjekten und der fragilen Materialität des Körpers entstehen Bildräume, die zu Projektionsflächen werden. In der Black Series wird beispielsweise die Karosserie des Autos zum Konstrukt eines verdichteten Interaktionsraums.Synthetische Glätte, malerische Materialität und prozessuale Bildhandlung oszillieren zwischen
Oberfläche und Tiefe und verschieben dabei fortlaufend die Perspektive auf das Dargestellte.
In den Bildern von Nele Napiwotzki sind Akteure aus der Commedia dell’arte und anderer Kapitel der Bildgeschichte sowie Anspielungen auf verschiedene märchenhafte Erzählungen zu sehen. Neben den Darstellungsweisen einzelner Figuren und Figurenkonstellationen richtet die Künstlerin ihr Augenmerk auf Ornamente, die sich in Kleidung und Stoffen, Landschaften und Dekorationen der ‚Theaterbühnen‘ ihrer Protagonisten finden. Nicht zuletzt sind es Momente des Schwebens, welche die ruhigen Malereien wie Traumbilder einer vergangenen Zeit erscheinen lassen.
Del Monte | Napiwotzki
Ausstellungsansicht NELE NAPIWOTZKI
Ausstellungsansicht NELE NAPIWOTZKI & VIOLA DEL MONTE
Ausstellungsansicht NELE NAPIWOTZKI & VIOLA DEL MONTE
Ausstellungsansicht VIOLA DEL MONTE
Ausstellungsansicht VIOLA DEL MONTE
Ausstellungsansicht VIOLA DEL MONTE & NELE NAPIWOTZKI
Ausstellungsansicht NELE NAPIWOTZKI & VIOLA DEL MONTE
Ausstellungsansicht VIOLA DEL MONTE
Ausstellungsansicht NELE NAPIWOTZKI
Ausstellungsansicht NELE NAPIWOTZKI & VIOLA DEL MONTE
NELE NAPIWOTZKI ohne Titel | 2025 | Öl auf Leinwand | 190 x 145 cm
NELE NAPIWOTZKI The Torturer (first version) | 2026 | Tempera auf Leinwand | 40 x 30 cm
VIOLA DEL MONTE Black Series 016 | 2026 | Öl auf Leinwand | 160 x 200 cm
VIOLA DEL MONTE Body Series 011 | 2026 | Öl auf Leinwand | 200 x 180 cm
NELE NAPIWOTZKI Junge mit Vogel | 2026 | Tempera auf Leinwand | 40 x 30 cm
NELE NAPIWOTZKI Kleiner Kopf | 2026 | Seidenstickerei | 30 x 25 cm
VIOLA DEL MONTE Black Series 012 | 2026 | Öl auf Leinwand | 180 x 200 cm
NELE NAPIWOTZKI Garten (Redon) | 2026 | Tempera auf Holz | 22 x 17 cm
NELE NAPIWOTZKI The Torturer | 2026 | Tempera und Öl auf Leinwand | 80 x 60 cm
DOROTHEA KONWIARZ ohne Titel (Dorothea Konwiarz, 15 Jahre – 8.6.48) | 1948 | Bleistiftzeichnung | 48,5 x 62,5 cm
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