GELI DERZAPF

Stipendiatin 2026/2027

© Meret Freisen

Geli Derzapf (*1998 im Allgäu) lebt und arbeitet in Berlin. Von 2019 bis 2025 studierte sie in der Fachklasse für Malerei von Prof. Valerie Favre an der UdK Berlin. Sie studierte zudem erst Katholische Theologie, dann Philosophie an der Freien Universität Berlin. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im CDN (CH), der Foundation WhiteSpaceBlackBox (CH) und der Galerie Nothelfer (Berlin) gezeigt. 2025 illustrierte sie für das Missy Magazine.

Ich zeichne mit Ölkreide auf Papier. Der Ausgangspunkt meiner Arbeit ist mein Körper. Ich löse ihn von meinem Selbst und forme ihn zur Figur Eva. In ihr geht es um Schutzsuche, Trieb, Scham, Angst und Angriff. Ich übersetze diese Zustände in Haltungen. Sie zeigen das Unbewusste klarer als Gesichter, die wir hinter Masken verstecken können.
Im Arbeitsprozess wird das Papier zum Spiegel und zum Ort der Nacktheit und Aussetzung. Verletzlichkeit ist Bedingung von Nähe und zugleich der Preis ihrer Möglichkeit. Durch sie entsteht Exponiertheit. In diesem Widerspruch entsteht Spannung. Wann wird Schutz vor Schmerz selbst zur Gewalt? Jeder Mensch wird irgendwann gestochen. Beim Arbeiten streife ich bewusst über diese Stachel.

 

Web:  www.geliderzapf.com
Mail: art@studiogeli.de
Insta: @studio__geli

 

 

Werkabbildungen 2 & 3 © Meret Freisen