
Meine künstlerische Praxis untersucht anthropomorphe, psychosomatische Zustände als Bildkörper und materielles Ereignis. Mich interessiert, inwiefern sich Körperlichkeit aus dem Bildträger selbst konstituiert. Der Körper fungiert nicht als Darstellung, sondern konstituiert sich aus reaktiven Prozessen des Arbeitens. Formale Aspekte der Malerei fragmentieren, verschieben sich und destabilisieren ihre Grenzen.
Der Bildträger wird nicht als neutraler Grund behandelt, sondern ist Widerstand und struktureller Bestandteil der Arbeit. Durch destruktive Eingriffe entstehen Fragmente, die vernäht, gespannt und rekonstruiert werden. Kollision und Wiederherstellung prägen eine fortlaufende Suche nach Genugtuung. Die Überarbeitung der Malerei als materielles Ereignis und der versiegelnde Umgang mit Farbe führen zu einer Anspannung des Materials, in der sich Spuren und Kollisionen manifestieren. Die Leinwand tritt in den Raum und bildet eine hybride Schnittstelle zwischen Bild- und Realraum.
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