
Meine derzeitige Arbeitsweise ist inspiriert von Streifzügen durch Museumsbestände. Zwischen bekannten Kunstwerken und unbekannten Artefakten suchte ich nach Manifestationen sich wandelnder Projektionen von Intimität und Gewalt, insbesondere nach deren seltsamen Überschneidungen, wenn sie unerfüllt bleiben. In meiner Arbeit mit bereits existierendem künstlerischem Material interessiere ich mich für die sozialen, kulturellen und politischen Motivationen, die den Darstellungsweisen zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte zugrunde lagen, und dafür, wie sich diese heute in ihrer ästhetischen Funktion niederschlagen. Unter Bezugnahme auf eine kunsthistorische und literarische Vergangenheit entfaltet sich meine Arbeit im Spannungsfeld der Vorurteile und Annahmen, die Betrachter in ein erkennbares Bild hineintragen. Was geschieht mit einem Bild, wenn es dargestellt, betrachtet und von einer Abfolge voyeuristischer Blicke durchzogen wird? In meiner Arbeit mit Bildern, die als erotisch oder gewalttätig gelesen werden können, versuche ich, das Bild neu zu kalibrieren, um sowohl die Freude am Betrachten eines Körpers als auch die Schuld und Unbeholfenheit des Voyeurs einzubeziehen.
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My current series was formulated by studying museum collections. I searched for manifestations of intershifting projections of intimacy and violence, especially their strange overlay when unfulfilled. Working with preexisting artistic material, I am interested in how these images create psychological distance or proximity to the depicted subject, and whether the anatomy of the figures carries inherent notions of power. In the process of being depicted and perceived, what happens to an image as it passes through a chain of voyeurs? The figures that populate these images exist in a state of post-gaze, revealing the remains of the body after it has been looked at. In depicting imagery that may be read as erotic or violent, I aim to recalibrate the image, to include the pleasure of watching a body at being, and to expose both the culpability and the awkwardness of the voyeur.



